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Wie in fast allen Religionen spielen auch im tibetischen Buddhismus Kultgegenstände für den Ablauf der rituellen Handlungen eine enorm wichtige Rolle. Sie sind Manifestationen des Glaubens und garantieren die Weitergabe der überlieferten Glaubensinhalte. Zugleich helfen sie den Gläubigen, ihre Religion täglich auszuüben und sich ständig ihrer Inhalte zu vergewissern.

Im tibetischen Buddhismus gab es immer eine enge Verbindung der Religion mit dem weltlichen Leben der Menschen und den existierenden Herrschaftsverhältnissen. So waren die Dalai Lamas zugleich die religiösen und weltlichen Oberhäupter Tibets. Ihre Insignien (z.B. Siegel) und rituellen Gebrauchsgegenstände (z.B. Schädelschalen) zeugen noch heute vom künstlerischen Reichtum Tibets, der sich über die Jahrhunderte in den zahlreichen Klöstern des Landes entwickelt hatte.

Darüber hinaus dokumentieren viele Objekte, die aus anderen Ländern wie Nepal, Indien oder China in das »Schneeland« gekommen sind, den kulturellen Austausch, den Tibet trotz seiner geographisch isolierten Lage hatte.