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Buddhistische Gottheiten und Lehrmeister in Tibet Drucken E-Mail

Was ist eine Religion ohne ihre Lehrmeister? Wer, wenn nicht diese, vermitteln das nötige Wissen über die zu vollziehenden Rituale oder etwa die Geschichten der verschiedenen fried- und zornvollen und Schutzgottheiten?

Seit seinem Entstehen nimmt im Buddhismus der Lehrer eine besondere Stellung ein. In allen Schulen dieser Weltreligion genießt der historische Buddha Shakyamuni höchste Autorität und Verehrung: er ist der Lehrer der von ihm als Erstem erkannten Wahrheit.

Allgemein nennt man das buddhistische Glaubensbekenntnis »Zufluchtnahme«. Dabei akzeptiert der Gläubige den Buddha als Lehrer, den Dharma als Weg zur Befreiung vom Leiden und den Sangha als Gemeinschaft derer, die ihn auf diesem Weg unterstützend begleiten. Zu diesen drei Entitäten nehmen die Gläubigen in ihren Gebeten, Meditationen und rituellen Handlungen Zuflucht.

Im Buddhismus bezeichnet man den Buddha, den Dharma und den Sangha als die »Drei Juwelen«. Sie bilden die drei ›äußeren‹ Zufluchtsobjekte. Im tibetischen Buddhismus kommen dazu die drei ›inneren‹ Zufluchtsobjekte: der Lama als ein dem Buddha gleicher Lehrer, sowie die einzelnen, nach ihrer Funktion unterschiedenen Gottheiten wie der Yidam, die Dakinis sowie die Dharmapalas.